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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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bedroht, daher nur das Geld und die leichter zu verber⸗ genden Koſtbarkeiten in die Taſchen der Plünderer fielen.

Nachdem nichts mehr zu nehmen und zu vernichten war, wälzte ſich der Haufe, welcher durch Störſteffens Weinvorräthe in den höchſten Grad der Trunkenheit ge⸗ rathen war, weiter, um anderen Häuſern gleiches Schick⸗ ſal zu bereiten.

Ein Mann in gemeiner, ſchmuziger und durchlöcher⸗ ter Kleidung, eine wollene, rothe Zipfelmütze tief in das mit Ruß geſchwärzte Geſicht gedrückt, hatte mit dem tol⸗ len Haufen zugleich das Haus verlaſſen. In der linken Hand trug er eine eiſerne Brechſtange und in der rechten einen ſchweren Hammer. Allein noch ſchwerer ſchien ſein Kopf zu ſein, daher ſeine Beine nicht mehr Herr über ſich ſelbſt waren.

Arg taumelnd bewahrte er ſich dadurch nur vor dem Hinfallen, daß er ſich längs den Häuſerwänden fortgriff, worüber er von der Menge weg⸗ und in eine ſchmale Seitengaſſe gerieth. Hier warf er ſich neben einer Haus⸗ thür nieder und trällerte eine von den damaligen Volks⸗ melodieen, die mit den Worten endigte:Ga ira.

Nicht lange darauf langte ein zweiter Rothbemützter an, deſſen Geſicht ebenfalls durch Schmuz und Ruß ent⸗ ſtellt war. Als er ſeinen Kameraden am Boden liegen ſah, rief er im niedrigen Volkstone aus:He, Berdouin! willſt du ſchon ausruhen? Nichts da! Noch giebt's viel zu thun für uns. Und er ſuchte den Betrunkenen vom Boden zu erheben, was ihm aber nicht gelang. Da rief