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Er leuchtete an den Wänden des vorletzten Gewöl⸗ bes herum.
„Ei ſieh doch, Stephan!“ hob er haſtig zu ſeinem Sohne an—„ſcheinen nicht dieſe Mauerſteine nur locker in der Wand zu ſitzen? Klingt das nicht ſo hohl, als wenn wir noch nicht am Ende des Baues angelangt wären?“
Hierauf begann er im Verein mit dem jungen Stör⸗ ſteffen erſt einen Stein und dann auch die übrigen des Einganges herauszunehmen, worauf beide in das Gewölbe eindrangen. Es ſtellte ſich aber Storſteffen ſehr erſtaunt und als ob er zum erſtenmale hier ſich befände.
„Was iſt das?“ ſprach er—„da hängt eine un⸗ geheuere Lampe herab— da ſteht ein Tiſch, auf welchem ein dickes Buch liegt— dort eine Bettſtelle— da eine Brunnenröhre und— ha! was ſeh' ich? Ein Sopha mit menſchlichen Ueberreſten! Was mag dies Alles be⸗ deuten? Sieh' Stephan! zwei Todtenſchädel!“
Nachdem Vater und Sohn ſich in Vermuthungen erſchöpft hatten, brachte der Vater die richtige vor.
„Sollten es unglückliche Hugenotten geweſen ſein“ — ſprach er—„welche, um den grauſamen Verfolgun⸗ gen unter Ludwig's XIV Regierung zu entgehen, ſich hierher zurückgezogen und ihr Leben beſchloſſen haben? O mein Sohn! wer auch dieſe Aermſten geweſen ſein mögen— handeln wir als chriſtliche Brüder an ihnen und beſtatten wir ihre vermoderten Körper zur letzten Erdenruhe. Die Erde iſt ja allenthalben des Herrn!


