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zu verhandeln, weil er ſich nicht einem zweiten Juwelier entdecken wollte. Daher mußten ſich die Kinder mit zwei Soubrötchen heute begnügen, welche ſie auf Borg von dem Bäcker entnahmen. In der folgenden Nacht hatte der Marquis einen ſehr beängſtigenden Traum. Er ſah ſeine beiden Enkel, zu fleiſchloſen Gerippen abgezehrt, im Sarge vor ſich liegen. Die beiden todten Kinder aber behielten ihre Augen offen, welche ſie bohrend auf ihren wehklagenden Großvater richteten. Zugleich ſchienen die farbloſen, geſchloſſenen Lippen zu ſprechen:„Du haſt uns verhungern laſſen um deines Stolzes willen. Der Menſch iſt nicht des Namens wegen da, ſondern der Name um des Menſchen willen. Du aber haſt uns des Namens wegen ſterben laſſen.“ Und als die Kinder in das offene Grab geſenkt wurden, da ſtreckte deren Vater, in deſſen Grab Franz und Helviſe gelegt wurden, ſeine Knochen⸗ arme aus dem morſchen Sarge hervor und ſeine vor⸗ wurfsvolle Stimme ſprach:„Zu mir meine Kinder! An mein noch immer warm für euch ſchlagendes Vaterherz! Warum bliebet ihr ſo lange bei dem Großvater, der einen Namen, einen leeren Schall, heißer und zärtlicher liebte, als ſeine Enkel, als ſein eigenes Fleiſch und Blut? Er mag ſich im Sterben, anſtatt von liebenden Enkeln, von ſeinem Namen die müden Augen zudrücken laſſen. Er mag, wenn er eure freundliche Stimme nicht mehr vernimmt, mit ſeinem Namen ſich tröſten, mit ſeinem Namen, der im Himmel der allerletzte ſein wird.“
Der Marquis erwachte hier, warf ſich unruhig umher
Nieritz. Störſteffen und ſein Sohn. 10 „


