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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
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[Giessen] [2025]
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„Sie haben ſich, wie ich höre, einen Spaß gegen die Kinder erlaubt, Herr Störſteffen?“ fragte der Marquis verdrießlich.

Nichts weniger als das!“ erwiederte Störſteffen. „Ich kam in der Abſicht, Sie zu fragen, ob Sie eines Ihrer Güter, oder einen Gegenſtand Ihres Beſitzthums an mich für die Summe von zwanzig Tauſend Franken ablaſſen wollen.“

„Glauben Sie, mein Herr!“ fuhr der Marquis zornentbrennend auf—„daß Sie mich ungeſtraft wegen meiner Armuth verhöhnen dürfen?“

„Da ſei Gott vor!“ ſprach Störſteffen gutmüthig. „Meine Anfrage iſt die ernſthafteſte von der Welt, und eine Frage zu thun, iſt ja erlaubt, wie das Sprüch⸗ wort ſagt.“

„Ich aber ſage Ihnen, daß ich kein Gut, keinen Ge⸗ genſtand beſitze, welcher zwanzig Tauſend Franken werth wäre“— erwiederte der Marquis, immer noch gereizt.

„Das kann Ihr Ernſt nicht ſein“— ſagte Stör⸗ ſteffen.„Betrachten Sie einmal dieſe Ihre lieben Enkel! Würden Sie mir einen derſelben für zwanzig Tauſend Franken ablaſſen?“

„Hm! allerdings— wenn Sie die Sache alſo dre⸗ hen“— verſetzte der Marquis.„Nein! nein!“ fuhr er in heftiger Rührung und aufwallender Zärtlichkeit fort —„meines Sohnes Kinder ſind mir um keine Million feil.“

„Sehen Sie!“ ſprach Störſteffen lächelnd—„Sie ſind reicher als Sie denken, Herr Marquis. Nun laſſen

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