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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Franz fort.„O mein Gott! welch' eine unermeßliche Summe!“

Hier lächelte Steffen, in deſſen Augen gegenwärtig 20,000 Franken eine Kleinigkeit waren.

„Und zwanzig Tauſend Franken würden vierzig Tau⸗ ſend halbe ſein?!“ rechnete Franz weiter.

„Nicht anders!“ ſprach Störſteffen.

„O Himmel!“ erwiederte Franz—„welch' ein un⸗ endlicher Reichthum! Ha, Helviſe! wenn wir täglich einen halben Frank ausgeben, ſo würden wir mit den vierzig Tauſend halben Franken über hundert Jahre reichen.“

„Das iſt nichts!“ meinte Störſteffen.„Wenn man die zwanzig Tauſend Franken auf Intereſſen ausleiht, ſo würdet ihr täglich über zwei ganze Franken ausgeben können, ohne daß die zwanzig Tauſend Franken ſelbſt ſich verminderten.“

„Guter Gott!“ ſeufzte Helviſe tief auf—„Ach, Franz! Franz! wie unendlich viel Maronen, Soubröt⸗ chen, Holzbündel und Lothe Kaffee's könnten wir für zwei Franken anſchaffen! Wie oft Glühwein kochen und dem Großpapa ein warmes, kräftiges Eſſen aus der Gar⸗ küche beſorgen!“

„Bei vierzig Tauſend halben Franken“— meinte Franz—„könnte uns der Großpapa in eine Schule ſchicken, damit wir leſen, ſchreiben und rechnen wie andere Kinder lernten, die noch nicht ſo alt ſind als wir.“

„Wie?“ rief Störſteffen betroffen aus.„Ihr ſeid noch in keine Schule gekommen? Könnt alſo noch nicht