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chem Ungeſtüm den Marquis umfingen—„du darſſt nicht ſterben, Großpapa! Nein, nicht ſterben!“
„Euer Vater und eure Mutter ſind ja auch geſtor⸗ ben“— verſetzte der Marquis—„und da ich beinahe ſechzig Jahre alt bin, ſo iſt's natürlich, daß ich eher fort muß aus dieſer Welt als ihr.“
„Dann nimmſt du uns mit dir!“ weinte Helviſe.
„Ja“— fuhr Franz fort—„wenn du ſtirbſt, Groß⸗ papa, ſo mögen, ſo können wir auch nicht länger leben.“
„Im Gegentheil“— tröſtete Beaulis—„ihr wer⸗ det es nach meinem Tode viel beſſer bekommen als jetzt. Ihr werdet ſchöner wohnen und gekleidet ſein, beſſer eſſen und reichlicher, werdet guten Unkerricht erhalten und mit eures Gleichen umgehen und einer glücklichen Zukunft ent⸗ gegen leben. Du, Franz, wirſt in ein Cadetenhaus und Heloiſe in ein adeliges Fräuleinſtift verſetzt werden, wo ihr viele Freunde und Geſpielen finden werdet.“
„Ich härme mich todt“— weinte Heloiſe—„wenn ich nicht mehr bei Franz und bei dir, Großpapa, ſein ſoll.“
„Und ich will auch lieber ſterben, als Cadet werden“ — verſicherte Franz.„O die Cadets haben es ſehr ſchlimm. Heinrich von Pleuret hat mir's geſagt. Dieſer möchte
lieber wieder trockenes Brot und Käſe eſſen, als länger
Cadet ſein. Kein bischen Freiheit hätten ſie. Den gan⸗ zen Tag müßten ſie über Büchern oder im Lehrzimmer ſitzen; dann ererciren bis zum Umfallen und endlich ſich Alles von ihren Vorgeſetzten gefallen laſſen.“ „Ja, und Johanna von Carabuſe hat, ſeitdem ſie 2*


