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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Zweites Kapitel.

Demüthigungen.

Am andern Morgen, da es noch dunkel war, mußte der kleine Marquis von Beaulis das ärmliche Frühſtück für wenige Sous herbeiholen, welche ſein Großvater müh⸗ ſam aus ſeinen Taſchen zuſammenlas. Gedankenvoll ver⸗ zehrte der alte Herr ſein Soubrötchen und eine Taſſe lau⸗ warmer Milch; ſeine Enkel dagegen thaten es in jugendlichem Frohſinne und unter gegenſeitigen Scherzen, welche dem Großvater das Herz zerſchnitten. Dieſer ſetzte ſich ſpäter hin, um ein Schreiben zu entwerfen, in welchem er ſeine beiden Enkel der Gnade des Königs und der Regierung empfahl.

Ich muß ſprach er dabei zu ſichdie Kin⸗ der immer auf meinen nahen Tod vorbereiten und ihnen ſagen, was ſie ſogleich nach demſelben zu thun haben. Franz, Helviſe fuhr er laut fortich fühle, daß ihr mich nur noch kurze Zeit beſitzen werdet.

Hier ſahen ihn die Geſchwiſter ſtaunend an.

Ja, meine Kinder, ſprach der Marquis nicht ohne innere Bewegung weitermacht euch auf meinen baldigen Tod gefaßt.

Ein lautes Jammergeſchrei und Schluchzen von Sei⸗ ten Franzens und Helviſens unterbrachen des Marquis Worte.*

Nein! nein! riefen beide, indem ſie mit jugendli⸗