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Franz ſeine Schweſter mit dem Brötchen und den Maro⸗ nen beſchenkte.
„Die habe ich verdient“— ſprach der Kleine leiſe zu Helviſen—„und darum ſchmecken ſie doppelt gut. Auch habe ich noch einen Sous in der Taſche— als Nothpfennig!“
Und die Geſchwiſter umfingen ſich mit liebenden Armen und tanzten jubilirend in dem engen Stübchen umher, wo ihnen allerdings nichts von den Möbeln in dem Wege ſtand, an denen ſie ſich hätten ſtoßen können.
Der alte Marquis aber legte ſein Feſt⸗ und Ehren⸗ kleid ab: den ſchwarzen Frack von fein geweſenem Tuche, aber mit beſtoßenen Rändern und Nähten; die fadenſchei⸗ nigen Beinkleider, die geſtickte, aber arg verſchoſſene Aklas⸗ weſte, die blank gewichſten, jedoch mit Seitenflecken beſetz⸗ ten Stiefeln, das weiße Hamanhalstuch, die geflickten Manſchetten und das ſchneeweiße, vielfach ausgebeſſerte Vorhemdchen. Alle dieſe Gegenſtände verſetzte der Mar⸗ quis, nachdem er ſie vom Staube ſorgſam gereinigt hatte, in eine alte, große Kiſte, welche den Kleider⸗ und Wäſch⸗ ſchrank zugleich vertrat.
Nachdem dieß geſchehen war, ſah man den Marquis in einem alten Schlaf⸗ oder Ueberrocke und überhaupt in einem Anzuge, welcher zu des Edelmanns Stolze ganz und gar nicht paßte. Auch die Kinder mußten ihre beſſe⸗
ren Kleidungsſtücke mit geringeren vertauſchen.
Nieritz. Störſteffen und ſein Sohn. 2


