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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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hatte, einen ſo reizenden Geſchmack zu geben, daß Franz laut und der alte Marquis im Geheim geſtanden, noch nie herrlicher getafelt zu haben.

Franz hatte vier Brotchen und für vier Sous Ma⸗ ronen eingehandelt. Zwei hatte er für ſeinen Großvater, eins für ſich und das vierte für ſeine Schweſter Helviſe beſtimmt,wiewohl ſprach erdieſe bereits bei Frau Denis zu Mittag gegeſſen haben wird.

Dieſe unſchuldige Bemerkung verurſachte jedoch aber⸗ mals eine finſtere Falte auf der Stirne des Marquis von Beaulis, deſſen Stolz dadurch auf's Neue verletzt wurde. Auch von den Maronen hob Franz gewiſſenhaft einen eben ſo großen Theil, als er ſelbſt verzehrte, für Helviſe auf, wobei er nur bedauerte, daß dieſe die köſtlichen Früchte nicht noch warm genießen könnte.

Während der alte Marquis gemüthlich dem Kauen oblag, vergaß er ganz des eigentlichen Urſprungs der ſchmackhaften Mahlzeit. Erſt nach dem letzten Biſſen fiel ihm derſelbe wieder ein und auf ſein adelſtolzes Herz.

Verſprich mir, Franz hob er zu dem Kleinen an, welcher vergnügt mit den Beinen ſchaukelte, während ſeine Finger die braune, aufgeplatzte Maronenſchale ablö⸗ ſetedaß du dich nicht wieder zum Laſtträger hergeben willſt. Aus Gefälligkeit magſt du allenfalls eine kleine Laſt für einen Andern tragen, doch nicht für Lohn. Haſt du mir nicht erzählt erwiederte der Kleine

liſtigdaß mein Vater vom gemeinen Soldaten auf gedient hat?