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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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ein ungeſtüm ſich meldender Hunger begann an dem ar⸗ men Marquis zu nagen.

Endlich, nachdem das Gewihl der Bittſteller ſich verloren hatte und nur noch der Marquis allein über⸗ geblieben war, ſagte ihm der Diener mit verdroſſener Miene und Stimme, daß er eintreten, ſich aber kurz faſſen möge, weil der Herr Miniſter bereits gänzlich er⸗ ſchöpft ſich fühle.

Dem war auch wirklich ſo, und darum das Antlitz des Miniſters finſter, der Ton ſeiner Stimme gereizt, ſeine Laune eine ſehr verſtimmte.

Was wollen Sie? redete der Miniſter den tief ſich vor ihm verneigenden Edelmann barſch an.Faſſen Sie ſich kurz. Meine Zeit iſt bemeſſen und meine Kraft faſt aufgerieben.

Der Gegenſtand meiner Bitte bin nicht ich er⸗ wiederte der Marquisſind nur meine beiden Enkel, Franz und Helviſe von Beaulis. Ihr Vater, mein ein⸗ ziger Sohn, war Hauptmann bei der Infanterie und ſtarb in der Blüthe ſeiner Jahre, ſo wie im Dienſte ſeines Kö⸗ nigs, ſeinen Kindern nichts weiter hinterlaſſend, als den unbeſcholtenen und alten Namen des Hauſes Beaulis. Die beiden vater⸗ und mutterloſen Waiſen bitten Frank⸗ reich, ihr Vaterland, um das tägliche Brot, das ihnen mangelt, bitten um irgend eine Unterſtützung, um Auf⸗ nahme vielleicht in ein Cadettenhaus und in ein aveliges Fräuleinſtift oder

Aber, mein Gott! fiel der Miniſter dem Marquis

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