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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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bei er ſich verfärbtewelche ich eingegangen bin, daß ich vor Winters Anfang keines Oberkleides oder Mantels mich bedienen wolle.

Da habt Ihr eine lebensgefährliche Wette eingegan⸗

gen, Marquis ſagte der Graf mit übel verhaltenem

Spotteund nur eine ſehr hohe Summe vermag ein ſolches Unternehmen einigermaßen zu entſchuldigen. Was gilt die Wette? Zehn⸗, zwanzig⸗, hunderttauſend Francs oder noch mehr?

Ich wette nicht um Geld erwiederte der Mar⸗ quis ernſts galt einen Wettſtreit und da gab ich mein Wort, das ich zu halten gewohnt bin.

Ja, ja! lächelte der GrafIhr mögt Eure triftigen Gründe haben, nicht um Geld zu wetten. Kennt Ihr, Marquis, die Anecdote von dem Vater unſers jetzigen Königs, als er, um ſich huldigen zu laſſen, das Land durchreiſete?

Man erzählt ſich Fon dieſer Huldigungsreiſe ſo viele Anecdoten entgegnete der MWarquisdaß man, um ſie alle zu behalten, ein Gedächtniß haben müßte wie weiland König Mithridates.

Nun, ſo hört, lieber Marquis fuhr Briſſac fort.Als Ludwig XV. in eine kleine Stadt gelangte, ſo empfing ihn deren Bürgermeiſter an der Spitze ſeiner

Bürger. Sire! hob er an eigentlich ſollten wir Sie

mit Kanonen empfangen und begrüßen. Allein aus ſieben⸗ zehn Gründen haben wir Solches unterlaſſen. Der erſte Grund iſt, daß wir keine Kanonen beſitzen Dann

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