Erſtes Kapitel.
Erdennoth.
An einem friſchen Novembertage des Jahres 1786 be⸗ gegneten zwei Männer oder vielmehr Herren einander vor dem Hauſe der Invaliden zu Paris.
„Guten Morgen, Marquis Beaulis!“ ſprach der Eine, welcher reich und fein gekleidet war, indem er nachläſſig an ſeinen Hut griff.„Wie geht es Euch?“
„Ich danke, Graf Briſſac!“ verſetzte der Marquis kurz—„es geht mir ziemlich wohl.“
Nach dieſer kurzen Erwiederung wollte der Marquis ſeinen Weg fortſetzen; allein der Graf hielt ihn auf, in⸗ dem er fortfuhr:„Aber, liebſter Marquis, Ihr werdet Euch erkälten, Ihr, der Ihr kein Jüngling mehr ſeid. Warum tragt Ihr keinen Mantel über Euern Frack oder
wenigſtens einen warmen Ueberrock?“
„Es gilt eine Wette“— verſetzte der Marquis, wo⸗ 1*


