An dem Feſttage, den die Chriſtenheit zum Andenken an die Erſcheinung der drei morgenländiſchen Weiſen vor der Krippe des Chriſtkindels feiert, erhielt Baſtian endlich ſei⸗ nen Verſtand wieder. Seine Erhaltung verdankte er, nächſt Gott, ſeinen beiden Gefährten, die ihn mit ſchon ſchwindendem Bewußtſein noch über dem Waſſerſpiegel er⸗ halten hatten, dann der muthigen Veronel nebſt dem wackern Jägerburſchen, ferner den lieben Müllersleuten und endlich der aufopfernden Pflege ſeines Vaters. Noch war die Freude über Baſtians nicht mehr zweifelhafte Ge⸗ neſung in der Mühle nicht verklungen, als in derſelben die Hiobspoſt eintraf, daß Näther⸗Hans mit ſeiner Bande in der letztverwichenen Nacht die einſamſtehende Bruchſchänke überfallen, deren Wirthsleute geknebelt, eine Magd erwürgt und alles Werthvolle geraubt habe, auf dem Rückzuge jedoch mit all den Seinen den Landjägern in die Hände gefallen ſei und bereits feſter verwahrt ſitze als je. Im Laufe der peinlichen Unterſuchung bekannte Näther-Hans, daß ſeine Abſicht eigentlich auf die Erlenmühle gerichtet geweſen ſei, indem die treuloſe Lieſe dem einen Räuber verrathen hatte, daß der Erlenmüller 3000 Gulden baar daliegen
habe. Fünf Nächte hintereinander war NRäther⸗Hans mit
ſeiner Bande vor der Erlenmühle erſchienen, hatte aber iedesmal den beabſichtigten Ueberfall unterlaſſen müſſen, weil ſie, in Folge der den verunglückten Sternbuben bewie⸗ ſenen Pflege, ſtüts Licht in faſt allen Fenſtern und eine Menge Menſchen auf den Beinen entdeckt hatten. Darüber verdrieß⸗ lich war die Bande endlich abgegangen, um ſich für ihr wie⸗ derholtes Nachtwachen in der Bruchſchänke ſchadlos zu halten.
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