warf. Krebsroth ſahen Jürgele's und Hanſels we 4 aus und helle Schweißtropfen perlten auf denſelben. Ba⸗ ſtiänel dagegen war, trotz der großen Fieberhitze, in welcher er lag, bleich und ſchwitzte nicht, was kein gutes Zeichen war. Dennoch warfen ſich die drei Väter vor dem Lager ihrer Söhne auf die Kniee nieder und dankten Gott für deren Rettung mit lauter Stimme. Dann ſetzte ſich jeder von ihnen neben ſeinem Sohne hin und Jürgele nebſt Hanſel erzählten ihren Vätern, wie es ihnen ergangen war und rühmten der Müllersleute Edelſinn. Baſtian aber er⸗ zählte nichts, ſondern ſang mit heiſerer Stimme die Verſe der Sternbuben her und betete dann zur Abwechſelung den erſten Artikel des chriſtlichen Glaubens aus dem Katechi⸗ mus. Das that er, weil ihm die Beſinnung fehlte, oder weil er, wie man fremdſprachlich ſagt, phantaſirte. Die Mühle hatte der Gäſte viele aufzuweiſen, denn auch die lieben Förſtersleute gingen ab und zu und hülfreich zu Händen, um die Sternbuben wieder geſund auf die Beine zu bringen. Jürgele und Hanſel durften ſchon nach zwei Tagen aus ihrem Schwitzkaſten kriechen, aber mit dem armen Baſtiänel dauerte es länger. Bis zum ſechſten Ja⸗ nuar, als dem Feſte der Erſcheinung Chriſti oder dem hohen Neujahr, währte Baſtians Beſinnungsloſigkeit, während welcher Zeit ſein Vater nicht von ſeinem Lager gewichen war, weder bei Tage, noch bei Nacht.
Jackel und Peterle waren indeß wieder nach Lug zurück⸗
gegangen, um ihre Weiber über der Sternbuben Schickſal
zu beruhigen, ſo weit ſolches in Betreff Baſtians geſchehen konnte.


