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Stern, Stab und Pfeife / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Zufall führte ſie bald an die Stelle, wo die Sternbuben in den Sumpf gerathen waren, wie man an der vielfach durch⸗ brochenen Eisdecke und an den zahlreichen Fußtritten am Ufer wahrnehmen konnte.

Da dort! Zu Leichen erblichen die drei ſtarken Männer und ihre Kniee ſchlotterten und drohten unter ihnen zuſammen zu brechen ja, dort erhob ſich der wohlbe⸗ kannte Holzſtern an ſeinem Stabe aus dem Waſſer, blickte ſo trauervoll die erſtarrten Väter an und ſprach zu ihnen mit vernehmlichen Worten:Todt ſind ſie, die ihr ſucht: eure Söhne! Und ich bin das Kreuz auf ihrem naſſen Grabe und warte ſchon lange auf euch, um euch die Trauer⸗ kunde mitzutheilen.

Darauf ſprangen die Väter jach in's Waſſer, um die Leichen ihrer Kinder aufzuſuchen, deren im Traume bezeich⸗ nete Ruheſtätte ſie in der Wirklichkeit nicht vorfanden. Doch vergebens durchirrten ſie den Sumpf in des Sternes näch⸗ ſter Umgebung. Nichts weiter als der Stab mit ſeinem fahlverblichenen Stern war von den drei Sternbuben zurück⸗ geblieben, den der Holzſchuſter auf dem eiligen Wege nach der Mühle vorantrug, wie ein Schulknabe auf dem Lande

das hohe Kreuz mit dem Erlöſer vor einem Leichenzuge.

In der Erlenmühle fanden ſie Alles in großer Aufregung, was ihre Befürchtung zur ſchreckenvollen Gewißheit erhob. Als ſie ſich aber Bahn gebrochen hatten nach dem Gemach, wohin und woher das Rennen ging, da ſchauten drei Knabenköpfe aus einem Berge von Federbetten hervor, von denen zwei den eintretenden Männern freudig zunickten, der

dritte dagegen ſich von einer Seite nach der andern umher⸗