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pfeift es! es wird doch Niemand in's Ried gerathen ſein? Herr Jeſus, wenn es mein Bruder, wenn es die Stern⸗ buben wären, die heute ganz beſtimmt wieder zurück ſein wollten!“
„Das wären meine Sternbuben!“ ſprach der Knecht. „Eine richtige Spitzbubenpfeife iſt's! Einer von Näther⸗ Hanſens Bande wird es ſein, der uns zu ſich heranlocken will, um uns auszuplündern.“
„Horch, da pfeift es wieder, und wie ängſtlich! Bleib' einmal ſtehen, Görge! Iſt mir's doch, als hörte ich um Hülfe rufen“— ſagte Veronel. 8
Der Knecht hielt ſeine Schritte an und Alle horchten. Wiederum ertönte die Pfeife, doch ein Rufen ließ ſich nicht
vernehmen.
„Hier iſt's nicht geheuer“— ſprach der Knecht voll Angſt.„Am geratheſten thun wir, wenn wir nach der Erlenmühle umkehren.“
Eine kleine Strecke weit folgten die eingeſchüchterten Mädchen dem Knechte, welcher wirklich den Rückweg ange⸗ treten hatte, bis endlich Helene ermuthigt ausrief:„Ma⸗ thilde, wir gehen nicht nach der Mühle zurück, ſondern nach Hauſe. Mag der furchtſame Haſe mit ſeiner Laterne Reiß⸗ aus nehmen. Ich will nicht, daß ſich unſere Aeltern äng⸗ ſtigen, wenn wir nicht heim kommen.“
„Ja, das iſt wahr!“ verſetzte Mathilde, und ſie nebſt ihrer Schweſter wendeten ſich wieder dem Walde zu, in welchem das Förſterhaus lag. Veronel that ein Gleiches und darum ſah ſich auch der Knecht gezwungen, auf dem erſten Wege wieder voranzuleuchten. In immer kürzeren


