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Stern, Stab und Pfeife / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Wenn es eine Laterne wäre! tröſtete Jürgele.Ver⸗ ſuchen wir noch einmal laut außzuſchreien.

Vergebliche Anſtrengung der Lunge, welcher die Stimm⸗ ritze den Gehorſam verweigerte. Schon wollte Jürgele in heller Verzweiflung ſein Haar zerraufen, als Hanſel ſchnell ausrief:Ha! ich beſinne mich! Als wir vorhin durch den Buſch torkelten, trat ich auf etwas, das ſich wie eine kleine Pfeife anfühlte. Ich habe das Ding eingeſteckt da iſt es!

Hui! durchſchnitt ein gellender Pfiff die dunkle Nacht⸗ luft, als Hanſel die gefundene Pfeife an die Lippen ſetzte und hineinhauchte. Selbſt Baſtian regte ſich wieder bei dem markdurchdringenden Laute. Zum eifrigſten Pfeifer ward nun Hanſel, welcher auf Unkoſten ſeiner Zuhörerohren ſeine Pfeifkunſt fortſetzte, während Jürgele mit der größten Spannung nach dem Eindruck ausforſchte, welchen das Pfeifen auf das wandelnde Licht oder ſonſt wo hervor⸗ bringen würde.

Zuerſt wurzelte das Lichtlein wie beſtürzt über den ver⸗ nommenen Ton. Dann hob es ſich bald empor, bald ſenkte ſich's wieder. Hierauf ging es zurück, um in der nächſten Minute deſto raſcher wieder vorwärts zu hüpfen. Einmal glaubten die in höchſter Spannung lauſchenden Buben einen fernen Gegenſchrei zu vernehmen und faßten neuen Muth deswegen. Auf das in Zwiſchenräumen fortgeſetzte Pfeifen Hanſels wanderte das Licht in linker Richtung weiter und verſchwand endlich ganz. Mit ihm zugleich der letzte Hoff⸗

nungsſchimmer in dem Herzen der armen Sternbuben. An

die Stelle des ſchrillenden Pfeifens trat nun ein Sik