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Dieſer heiſere Schwanengeſang eines ſterbenden Kindes zerfleiſchte Jürgeles Herz, der, als der Urheber des Stern⸗ buben⸗Unternehmens, ſich als die Urſache des Todes ſeiner Gefährten betrachtete. Mit ſeinen naſſen Händen rieb er jetzt Hanſels kaltes, naſſes Antlitz und gab ihm die ſchönſten Worte, zu ſich zu kommen und nicht zu ſterben. Zugleich fragte er wiederholt den ſchlotternden Hanſel, ob er denn immer noch keine Hülfe nahen, hören oder ſehen könne. Nach⸗ dem Hanſel in der Finſterniß ſich umgeſchaut und Jürgele's bange Frage ſtets verneint hatte, rief er plötzlich etwas lauter aus:„Dort flimmert ein Licht!“
Aehnliche Wirkung mochte der Ruf:„Land! Land!“ von dem Maſtkorbe desjenigen Schiffes hervor gebracht haben, auf welchem Chriſtoph Columbus ſeine Entdeckungs⸗ reiſe nach Amerika machte.
Neu belebt blickte Jürgele auf und ſagte eifrig:„Es wird in der Erlenmühle ſein! Ach, wären wir nur nicht heiſer! Ich für meinen Theil allein wollte dann ſchreien, daß es noch über die Mühle hinausſchallen ſollte.“
Die Sternbuben hatten noch immer keine Ahnung da⸗ von, daß jener treuloſe Wegzeiger im Walde gefliſſentlich ihnen eine ganz falſche Richtung vorgezeichnet hatte.
„Ja, wären wir nur nicht heiſer,“ wiederholte Hanſel traurig, während Baſtian lautlos ſchwieg.
„Es kann nicht in der Mühle ſein“— fuhr Jürgele fort—„denn es geht vorwärts.“
„Dann iſt's jedenfalls ein Irrwiſch“— weinte Hanſel „der uns in's Grab hinunter leuchtet. Lange halte ich's nicht mehr aus.“
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