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bewegte. Dieſe qualvolle Lage währte Tage, Wochen und Monate lang fort, ohne daß der ſich tödtlich abmattende Feuerig um einen Schritt vorwärts gelangte. Endlich zer⸗ rann der Schnee, jenes Schneefeld ward zum endloſen Sumpfe, aus welchem Schilfſtängel hervorwuchſen und auf deſſen trüber Fläche die Waſſerlilie ihre flachen Blätter ausbreitete. Als Feuerig, plötzlich freigegeben, dem Sumpfe eilig ſich näherte, empfing ihn das laute Geſchrei zahlloſer Fröſche, welche insgeſammt ihn entgegenriefen:„Sie ſind todt! todt! todt““—„Todt! todt! todt!“ wiederholte kla⸗ gend und dumpfer der traurige Unkenruf.—„Geſtorben! geſtorben! geſtorben!“ flüſterten die ſchlanken Schilfhalme und zeigten mit geſenkten Häuptern bedeutungsvoll auf den Sumpf hernieder. Aus deſſen trüber Waſſerfläche ragte dort ein kurzer Stab mit einem verblichenen Holzſterne her⸗ vor, den eine weiße, kleine Todtenhand umſpannt hielt. Ach, es war dieſer Stern das ſchlichteſte unter allen Denk⸗ mälern für die verunglückten Sternbuben! Dicht neben dem Stabe und Sterne ſchwamm ein grauweißes Gewand und je um zwei Schritte zurück noch ein zweites und drittes, damit die geſuchte Dreizahl herauskomme. Und da der arme Vater durch Sumpf und Schlamm, durch Waſſer und Schilf, über die ſchreienden Fröſche und klagenden Unken hinweg, bis zur erſten Leiche ſich durchgearbeitet hatte und ſolche ſammt ihrem weißen Sterbehemde emporhob; ſo hielt er ſein liebes Hanſel in ſeinen Armen, das ſein bleiches, erkaltetes Antlitz vorn auf die Bruſt geſenkt hatte und mit. feſt geſchloſſenen Augen den langen Todesſchlaf ſchlief. Noch hing das Brotſäcklein an des Sternbuben Seite, aber 4


