132 bensartikels ein und hatte die Freude zu ſehen, wie endlich ſein Schüler bei der Stange, das heißt, bei eben dem erſten Artikel verblieb und nicht mehr in die vierte Bitte über⸗ ſprang. Am dritten Abende ihrer Wanderung, am Donner⸗ ſtage, gelangten die Sternbuben glücklich zur Erlenmühle, in welcher ſie, ohne ſich zu erkennen zu geben, ihren Feſtge⸗ ſang anſtimmten. Nicht lange und ſie ſahen ſich von weiß⸗ beſtäubten Geſtalten, von zwei Mägden, dem Knechte, dem Müllerehepaare und deſſen Töchterlein nmringt, welche mit freundlichem Lächeln oder in großer Andacht dem Abfingen der Verſe zuhörten und die Sänger neugierig betrachteten. Noch vermißte Jürgele unter den Anweſenden das Geſicht ſeiner Schweſter, die endlich auch herbeiſprang und keine Ahnung davon hatte, daß in den drei Sternbuben vor ihr Jürgele, Baſtian und Hanſel ſteckten. Endlich drehte ſich Jürgele nach ſeiner Schweſter um und ſang ſie alſo an:
„Wir woll'n uns wieder wenden,
der Rheinſtrom geht mit ſtarkem Eis.
Veronel heißt ihr Name,
ſie treibt ihr Amt mit allem Fleiß.“
Da erſt erkannte Veronel in dem ſchlau ſie anlachen⸗ den Antlitz des Sternbuben dasjenige ihres Jürgele und freudejauchzend warf ſie ſich ihm an die Bruſt, an die weißbehemdete. So wie ſolches der Erlenmüller mit anſah und die Herkunft der beiden andern Sternbuben erfuhr, nöthigte er dieſe in ſeine Wohnſtube und dort ſich ihrer königlichen Würde zu entäußern. Der Stab mit dem be⸗ weglichen Sterne wurde in einen Winkel gelehnt und durfte dort ausruhen. Die Sternbuben dagegen legten ihre weißen
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