Vater fort, ſo nahm Jackel deſſen Stelle an der Schnitzbank ein, um aus zwei harten Holzſtücken ein paar Sohlen mit zwei Zoll hohen Abſätzen zu ſchnitzen, von denen er das Maaß nach des Vaters zurückgelaſſenen Holzſchuhen nahm. Veronel dagegen ſtrickte mit nicht geringerem Eifer, theils um dem Vater eine freudige Ueberraſchung zu bereiten, theils deſſen Aufforderung zur Arbeit Genüge zu leiſten. Erſt gegen Abend hörten die Geſchwiſter mit Arbeiten auf, um ſich in dem nahen Walde zu vergnügen. Ihnen an ſchloſſen ſich mehrere Schulkameraden und darunter auch Baſtian und Feuer⸗Hanſel. Der Buſch hallte wieder von dem lauten Gelächter, dem Schreien, Pfeifen, Rufen und Singen der fröhlichen Jngend, die noch nicht des Lebens Ernſt und Schattenſeiten kannte und nicht einmal für den andern Tag zu ſorgen gewohnt war. Dem nebelvollen Morgen war ein ſonnenheiterer Tag gefolgt und darum der Abend ſo mild und ſchön! Golden war die Sonne unter⸗ gegangen und balſamiſche Düfte hauchte der erwärmte Wald von ſich. Gierig ſog die Lunge den kräftigenden Harzge⸗ ruch ein, und leichthüpfend, wie harmloſe Lämmer, kehrte das junge Völkchen zurück, nicht ohne ſich mit Pilzen und Schwämmen, mit Tannen— und Fichtenzapfen, mit Reißholz und Töpfen voll ſchwarzblauer Heidelbeeren beladen zu haben. Die ganze Schaar aber glich mit ihren blauge⸗ ſchwärzten Lippen, Wangen und Händen einem aus der heißen Schlacht heimkehrenden Kriegerhaufen, der die zahl⸗ reich verſchoſſenen Kugelpatronen mit ſeinen Zähnen ſchieß⸗ gerecht aufgebiſſen hat. Doch nicht freudiger Siegesjubel oder kühner Schlachtgeſang ertönte von dem Munde des
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