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über ihr Haupt die Schande und den Fluch der Menſchen herbeiführten und das Leben ihr zur unerträglichen Laſt machten. Was hatte die Aermſte bereits in den Jahren daher gelitten, in welchen ihr Hans von Stufe zu Stufe auf der Leiter der Verbrechen geſtiegen, wo er wiederholt im Zuchthauſe geweſen und endlich der muthmaßliche Mör⸗ der jenes fremden Leinwandhändlers geworden war! Heute aber hatte der Anblick ihres gefeſſelten Kindes, das ſeinem ſchmachvollen, ſchrecklichen und blutigen Ende entgegenging, das Maaß ihres tiefen Schmerzes überlaufen machen. Ja, ihr Mutterherz blutete unter den fortdauernden Stichen eines zweiſchneidigen Schwertes, welches ihr Sohn gegen ſeine Urheberin und Wohlthäterin führte. Wäre die Mutter abgebrannt, verarmt, erkrankt oder in anderer Weiſe ver⸗ unglückt, ſo würden die mitleidigen Nachbarn mit lindern⸗ den Troſtworten und thätiger Hülfe ihr genahet ſein. Jetzt aber mied ein Jeder im Dorfe ihre Gegenwart und Nähe, und nur ſcheue oder finſtere Blicke fielen aus der Ferne auf ihre Hütte, in welcher ein Dieb, ein Mordbrenner und Mörder geboren worden war. Niemand trat zu ihr, den ſie hätte bitten können:„Herr, lehre mich beten!“— ſo daß ihr auch dieſe letzte und beſte Stärkung mangelte.
„Vater,“ ſagte Jürgele, nachdem er die erſten Löffel voll Grütze verzehrt hatte—„ſahet Ihr vorhin den Näther⸗ Hans vorbeiführen? Zwiſchen den Pferden mußte er traben und keine Hand konnte er rühren, ſo feſt war er zuſammen⸗ gebunden.“
„Ich ſah ihn“— verſetzte Jackel—„und das Blut in
den Adern ſtockte mir. Gott im Himmel! wer hätte das
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