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Stern, Stab und Pfeife / von Gustav Nieritz
Entstehung
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geben, wie ſein Vater bei dem Beſenbinden verfuhr, mußte ihm die nöthigen Handgriffe und ſonſtigen Kunſtgeheimniſſe ablauſchen, mußte, mit einem Worte, aus einem Träumer in einen nützlichen Menſchen ſich umwandeln. Mit dieſem Vorſatze betrat er die älterliche Wohnung, wo er ſeinen Vater in voller Arbeit fand und demnach ſeinen Vorſatz ſofort zur Ausführung bringen konnte.

Hanſel's Vater, Feuerig, war ein Holzhauer, der, wenn er im Walde, keine Arbeit hatte, Wacholderbeeren einſam⸗ melte und ſolche meiſtentheils zu Mus einſott, das er in ſelbſtgefertigte Fäßchen füllte und auf den Jahrmärkten ver⸗ handelte. Bäume fällen und ſtarke Holzklötzer zerſtücken, vermochte Hanſel freilich nicht. Aber Wacholderbeeren ſammeln und heimtragen, war keine ſchwere Sache. Hatte er ſich doch ſchon ungleich mehr Mühe im Aufſuchen von Erd⸗, Haidel⸗, Him- und Brombeeren gegeben, weil dieſe ihm mundeten. Selbſt das Reißig mit noch grünen Wachol⸗ derbeeren war eine gekaufte Waare, mit welcher man dumpfige Keller und Stuben ausräucherte. Mit Hülfe ſei⸗ ner Mutter konnte Hanſel ſogar die reifen Wacholderbeeren heimlich zu Mus einſieden und ſeinen Vater mit einem oder etlichen Fäßchen anbinden zum Geburtstage.

So rief Jürgele's Beiſpiel mehr und feſtere gute Ent⸗ ſchlüſſe hervor, als des Schulmeiſters oft wiederholte Auf⸗ forderungen zur Dankbarkeit gegen die Aeltern bei ſeinen Schülern bewirkt hatten. An der Jugend haftet nun ein⸗ mal das lebendige Vorbild mehr als das verhallende Wort!

In der Holzſchuhmachers-Hütte ſaß Jackel über ſeiner Arbeit. Aus hartem und weichem Holze, jenachdem die

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