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Stern, Stab und Pfeife / von Gustav Nieritz
Entstehung
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dem hervorquellenden, dunkeln Ameiſenſchwarme erſah der Knabe, was er unabſichtlich angerichtet hatte. Wie gewöhn⸗ lich waren die erſchreckten Thierchen vor allen Dingen be⸗ müht, die bloßgelegten Puppen ihrer Jungen zu erfaſſen und ſie in Sicherheit zu bringen. Hierbei fiel dem Knaben ein, daß ſeine Mutter es eben ſo mit ihm gemacht hatte, als ihre frühere Hütte von einem Blitzſtrahle in Flammen ge⸗ ſteckt worden und er in größter Gefahr geweſen war, als kleines, hülfloſes Kind elendiglich zu verbrennen. Mehr wie einmal hatte ihm ſeine Mutter erzählt, wie ſie, alles An⸗ dere vergeſſend und ſich ſelbſt der Gefahr des Verbrennens ausſetzend, in die ſchon über und über lodernde Hütte ge⸗ ſtürzt war und ihr geliebtes Kind errettet hatte. Baſtian ſah ferner, wie mehr als eine auswärts geweſene Ameiſe, mit einer für ſie übergroßen und ſchweren Bürde beladen, heimkehrte und eine der anderen beim Fortſchaffen behülf⸗ lich war. Nun, oft genug ſchon hatte Baſtian als Zugkraft vor den Schiebebockſich geſpannt, den ſein Vater, mit Beſen beladen, in die umliegenden Oerter gefahren hatte; aber viel mehr wie das zu thun, war ihm nicht in den Sinn ge kommen. So war es ihm noch nie eingefallen, einen Ver⸗ ſuch zu machen, ob er ohne fremde Beihülfe einen tauglichen Beſen herſtellen könne. Er hatte, ein wahrer Hanstapps, in die Welt hineingelebt und ſeinen Aeltern allein die Sorge ſeiner Erhaltung überlaſſen. Ei, wenn Jürgele ſich ge⸗ traute, ein Kunſtwerk, wie die nützlichen Holzſchuhe waren, herzuſtellen: warum hätte da Baſtian nicht auch hoffen dür⸗ fen, einen kunſtgerechten Beſen zu binden? Freilich mußte er dann, was er bisher noch nie gethan hatte, genau Acht