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Stern, Stab und Pfeife / von Gustav Nieritz
Entstehung
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ßeren und kleineren Jugend verdankte, indem dieſelbe durch die Birkenruthe zum Gehorſam gegen die göttlichen und älterlichen Gebote, zur Arbeit und Sittſamkeit und an die anderen nothwendigen Tugenden gewöhnt wurden. Aber auch weit über Lug's enge Gränzen hinaus waren Jackel's und Peterle's Erzeugniſſe verbreitet, welche von ihren Ver⸗ fertigern auf dem Schiebebocke und auf dem Rücken in die umliegenden Oerter gefahren und getragen wurden. Jür⸗ gele bildete ſich auf den Stand ſeines Vaters etwas ein, der nahe an demjenigen eines Meiſters in der Stadt ſtreifte, während die meiſten übrigen Bewohner Lug's nichts als ge⸗ wöhnliche Holzhauer, Mäher, Dreſcher und Fuhrknechte waren. Ueberdieß beſaß Jackel noch eine alte, wurmſtichige Kommode mit drei Fächern, in welcher er ſeine Ledervor⸗ räthe, ſeine Nägel und Zwecken, ſo wie ſein weniges Hand⸗ werkzeug, ſein Weib dagegen ihre gute Haube, ihr beſtes, aus Halbſeide gefertigtes Kopftuch und die Pathenbriefe ihrer vier Kinder aufbewahrte. Ein zweites Hausgeräth dieſer Art gab es in ganz Lug nicht, ſelbſt der Schulmeiſter

konnte ſich des Beſitzes eines en koſtbaren Gegenſtandes

nimmer rühmen.

Da des Beſenbinders Hütte am weiteſten entfernt und zunächſt am Walde lag, ſo hatte Jürgele, vor ſeiner Woh⸗ nung angelangt, bereits das Adjes für Baſtian auf der Zunge, als ihn der Anblick eines dritten Knaben auf an⸗ dere Gedanken brachte. Der Letztere hielt ein paar alte, übel zugerichtete und unſcheinbare Stiefeln in der Hand und ſteuerte offenbar mit denſelben nach Jackel's Hütte.

Halt, Feuer⸗Hanſel! rief Jürgele dem S zu,

Nieritz, Stern, Stab und Pfeife.