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Hirſchfänger oder Säbel, zwei blanke Piſtolen im Gürtel und eine Doppelbüchſe auf dem Rücken. Dann hätten ſelbſt die Landjäger alle Achtung vor mir und unterſtänden ſich nimmer, mich eben ſo mit Stricken feſt zu binden wie den jämmerlichen Näther⸗Hans.“
„Nun fehlt nur noch“— erwiederte ſpöttiſch des Holz⸗ ſchuhmachers Jackel zwölfjähriger Sohn, Jürgele,—„daß du vorn am Hute und hinten auf deiner Patrontaſche mit großen Goldbuchſtaben ſchreibſt: Räuberhauptmann Stümer⸗ Karl! Dann wüßte man ja gleich, wen man vor ſich hätte und wie man dich behandeln müßte.“
Nachdem der eitle Stümer⸗Karl tüchtig ausgelacht wor⸗ den war, hob ein anderer Knabe an:
„Wenn ich ein Räuberhauptmann wäre, ſo ſuchte ich mir im Walde eine ſchöne, große, trockene und warme Felſenhöhle aus, die viele Abtheilungen haben müßte. Die eine davon machte ich zu meiner Schlafkammer, die zweite zu meiner Küche, die dritte zu meinem Wein⸗ und Bier⸗ keller, in der vierten wohnte und ſchmauſete ich alle Tage
herrlich und in Freuden. Meine Räuber müßten mich
immer reichlich mit allem Nöthigen verſorgen und an einem Kegelſchube dürfte es neben meiner Höhle auch nicht fehlen. Tabak rauchte ich vom frühen Morgen an und zwar beſſern
noch als der Förſter Bitterlich raucht. Vor meiner Höhle
ſtellte ich eine Reihe Kanonen auf, und wenn ja die Land⸗ jäger ſich an mich wagen wollten, ſo ſchöſſe ich ſie mit Kar⸗ tätſchen nieder. Das ſollte ein luſtiges Leben werden.“ Aus dieſen Reden erſieht man, daß das Räuberhand⸗ werk den Knaben gar nicht verwerflich vorkam, vorausge⸗


