Druckschrift 
Stern, Stab und Pfeife / von Gustav Nieritz
Entstehung
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6 ſchreiben, ä biſſel rechnen, das Einmaleins und die Haupt⸗ ſtücke?

Ich hab' ihm ſo ein wenig auf den Zahn gefühlt verſetzte Peterleund gefunden, daß er noch nicht ganz verſchwitzt hat, was Ihr ihm eingetrichtert hattet. Die zehn Gebote ſagt er an dem Schnürchen her; nur bei dem erſten Artikel geräth er immer in die vierte Bitte, was mir aber juſt eben ſo gegangen iſt. Ihr ſchnobert, Herr Schul⸗ meiſter? Es iſt mein Junge, der nach Pech und Theer ſtinkt wie ein Wiedehopf.

Beides rieche ich ſehr gern meinte der Schul⸗ meiſteres ſtärkt die Lungen, ſo daß Einem das viele Sprechen, Schreien und Singen gar ſehr erleichtert wird. Ich habe deshalb immer einen Zuber voll Theer in meine Schulſtube ſetzen wollen. Na, nun kann Euer Baſtian deſſen Stelle vertreten. Wenn ihm nur das Pech, mit wel⸗ chem er ſeither umgegangen iſt, nicht den Mund und das gute Herz zugeklebt hat! Seht, Peterle, da nehmen die Jungen bereits Euern ſtummen Baſtian in die Kur und werden ihm hoffentlich gar bald das Zungenband löſen. Ja, ja, hier heißt es ebenfalls: Und wo ein Bär den an⸗ dern ſah, da hieß es: Petz iſt wieder da!

Nicht Petz Baſtian heißt mein Junge ſprach Peterle, dem Gellert's Fabeln völlig unbekannt waren.

Ich weiß es antwortete der Schulmeiſterund Ihr könnt von Euerm Baſtian, wie der Erzvater IJſaak von ſeinem Erſtgeborenen, ſagen: Der Geruch meines Sohnes iſt wie ein Geruch des Feldes, das der Herr geſegnet hat. Nun aber, lieber Peterle, hebt Euch von hinnen, damit ich

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