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Prinzessin und Dienerin : geschichtliche Erzählung aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts / von Gustav Nieritz
Entstehung
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tadelloſe Aufführung des Unterofficiers von Meſſenbach

rühmte und auf den grauſamen Zwieſpalt hinwies, in welchen des Leutnants Befehl den jungen Mann mit ſeiner Dienſt⸗ und Sohnespflicht verſetzt gehabt hatte.

Ein dritter Fürſprecher war endlich die Prinzeſſin Wil⸗ helmine, welche mit allem Feuer und unwiderſtehlichem Flehen um des Verurtheilten Begnadigung bat, welcher der Bruder ihrer Lebensretterin war.

Alle drei Jungfrauen: die Prinzeſſin, Helene und Elev⸗ nore, lagen vor dem König auf den Knieen, und auch die Königin vereinte ihre Bitten mit denen des knieenden Klee⸗ blattes.

Wie oft ſchon, ſprach der König zu ſeiner Tochter, habe ich Deine Bitten für Andere erhört, Du aber haſt meinem väterlichen Willen, der es gut mit Dir meint, ent⸗ gegengeſtrebt. Verſprichſt Du mir, Deine Hand demjeni⸗ gen Fürſten unverweigerlich zu reichen, den ich Dir zum ehelichen Gemahl beſtimme, ſo will ich den von ſt begnadigen.

Ich unterwerfe mich gehorſam dem Willen und Lrt

Eurer Majeſtät, erwiederte die Prinzeſſin weinend.

Wie mögen doch Ew. Majeſtät eine ſo harte Bedingung an ein Gnadenwort knüpfen, das auszuſprechen Ihnen ſo leicht wird?! ſprach die Königin mißbilligend..

Ich habe Deine Zuſage, verſetzte der König, zu ſeiner Tochter gewendet und die Einrede ſeiner Gemahlin über⸗ hörend,und gehe, die meinige zu erfüllen.

Der Monarch fertigte folgenden Befehl aus: