Händen einen feſten Knoten band und hierdurch das Thier unſchädlich machte. Endlich verſetzte ſie noch dem Ober⸗ theile des Bärenleibes einen heftigen Stoß von hinten, wo⸗ durch das Thier mit ſeinem Bruſtblatte zu Boden fiel und in dieſer Lage völlig hülflos ward.
Unter einem ſich mehrenden Menſchentroß legten die Prinzeſſin und deren Retterinnen den Weg nach dem Schloſſe zurück, auf welchem die Letzteren die Königstochter von der Abſicht ihres Kommens unterrichteten und ſie um ihre Für⸗ ſprache beim Könige anflehten. In der Angſt um den ge⸗ fährdeten Bruder achtete Eleonore nicht des Schmerzes und der Wunden, welche ihr die Bärentatzen geſchlagen hatten.
Deſto gewichtigere Fürſprecher wurden das zerriſſene Kleid und das ſtrömende Blut bei dem Königspaare, welches hierdurch die Größe der Gefahr erkannte, der ihr Kind aus⸗ geſetzt geweſen war.
Zunächſt entbrannte des Königs Zorn gegen den Bären⸗ wärter, deſſen vermeinte Nachläſſigkeit die Gefahr veranlaßt hatte und dem der König ſeine ſchwere Hand dafür fühlen laſſen wollte. Allein der alte Mann hatte ſich aus deren Bereich entrückt, indem er an einer Lungenlähmung ver⸗ ſchieden war, die ihn jedenfalls bei der Feſſelung des letzten
Bären befallen und an derſelben behindert hatte. Denn
man fand den Wärter entſeelt in dem leeren Bärenzwinger liegen.
Ein zweiter Fürſprecher war der Feſtungskommandant von Spandau, welcher in einem, das Urtheil des Kriegs⸗ gerichts begleitenden Schreiben an den König die bisher
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