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an, das die feindſelige Kluft immer mehr zwiſchen ihnen er— weiterte.
Der Tag, an welchem der König die alljährlich wieder⸗ kehrende große Heerſchau über eine anſehnliche Truppenmacht abhalten wollte, brach an. Die zahlreichen Regimenter Fuß⸗ volks und der Reiterei hatten ſich in einer weiten Ebene auf⸗ geſtellt und harrten im beſten, blitzenden Kriegerſchmucke ihres königlichen Kriegsherrn, deſſen Scharfblick in der Regel jede Nachläſſigkeit in der Kleidung und Bewaffnung, jeden Verſtoß gegen die Disciplin und jeden Fehler im Exercitium entdeckte. Darum waren heute alle Monturſtücke ſorgfältig ausgeklopft, gebürſtet, gewaſchen, gereinigt, das weiße Be⸗ hänge kreideweiß gethont, die Me eſſingknöpfe blank geputzt und die Waffen wie neu hergeſtellt worden. Wohl war es ein herrliches, das Herz des Vaterlandsfreundes höher und
ſtolzer erhebendes, aber auch theuer bezahltes Schauſpiel, die langen, ſchnurgrade gerichteten Linien der im vollſten Schmucke prangenden Krieger aller Waffengattungen auf⸗ geſtellt, einen Wald von wallenden Federbüſchen in der fri⸗ ſchen Herbſtluft bewegt und die vielen Tauſende abgerichteter Roſſe zu ſehen, welche, ungeduldig mit den Hufen den Erd⸗ Poden ſcharrend und ſtampfend, kaum das Trompetenſignal erwarten konnten, um wie eine hohe bewegliche Mauer, erſt im Schritt, dann im Trabe und endlich im daher ſauſenden Galopp die Erde erzittern und eine Staubwolke aufwirbeln zu machen.
Der König Friedrich Wilhelm, in voller Generals⸗ Uniform, die Bruſt mit bligenden Ordensſternen bedeckt, mit klingenden Sporen, den Degen an der Seite und den
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