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verſchämten Bären! Sie ſtören die Prinzeſſin beim und erſchrecken den Prinzen.“
„Ihre Fingernägel ſind ſchärfer als die meinigen,“ ant⸗ wortete Eversmann, des Königs Kammerdiener und Günſt⸗ ling,„und darum geſchickter, um den Bären die Augen aus⸗ zukratzen und ſie in die Flucht zu treiben.“
„Erzgrobian Du!“ rief die Léti halblaut dem Davon⸗ gehenden nach.„Hoffentlich wird ſich eine Gelegenheit ſinden laſſen, wo ich Dich für Deine Flegelei gehörig aus⸗ zahlen kann.“
So heißt immer ein Eſel den andern einen Sackträger!
Hierauf trat die Leti nebſt den ihrer Obhut anvertrau⸗ ten Kindern den Rückweg nach dem Schloſſe an. In deſſen Hofe ſtand eine mächtige Linde, in deren Schatten ein großes Zelt aufgeſchlagen war, unter welchem der König bei jeder Witterung die Tafel zu halten pflegte.
Noch hatten die drei Dahinſchreitenden die hohen, ſteif⸗ geſchnittenen Taxus⸗Heckenwände nicht im Rücken, als ſie den König vor ſich erblickten, der ebenfalls den Weg nach dem Schloſſe nahm. Sofort verſteckten ſich die beiden er⸗ ſchrockenen königlichen Kinder vor ihrem ſehr gefürchteten
Vater, indem ſie hinter dichtes Buſchwerk frochen. Auch
die Léti ſchloß ſich hierbei nicht aus.
Plötzlich rief der König mit lauter, zorniger Stimme: „Halt halt! Steh' oder—!“§ Gleich darauf wurden die Verſteckten zu Ohrenzeugen folgenden Zwiegeſprächs zwiſchen dem Könige und einem
armen Weibe, welches dem Könige entgegengekommen, aber
ebenfalls raſch vor ihm ausgeriſſen war.


