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„Dafür laß mich ſorgen,“ ſprach Meſſenbach.„Wenn ich dem Juden verſichere, unſern Wildfang für ſein Klöſer⸗ bombardiren tüchtig durchgebläut zu haben, ſo wird er ge⸗ wiß anbeißen, zumal wenn ich ihm einen namhaften Gewinn in ſichere Ausſicht ſtelle.“
„Nichts als Lug und Trug!“ ſeufzte die Frau.„Und da⸗ bei ſoll aus unſeren Kindern etwas Rechtſchaffenes werden!“
Auf dieſe Worte blieb der Mann die Antwort und ging von dannen.
Nach Verlauf von drei Stunden fuhr eine ſchöne auſge vor Meſſenbachs Wohnung vor, aus welcher Meſſenbach, in
dem feinſten Anzuge, ausſtieg. Sein ohnehin rothes Antlitz glühte von Freude und genoſſenem Weine.
Mit wankenden Schritten näherte er ſich dem Kranken⸗ bette ſeiner Frau und ſagte lallend:„Beate! freue Dich mit mir! Jauchze laut! ſpringe deckenhoch, denn— uns iſt ge⸗ holfen! Wohl noch niemals auf dieſer Erdenrunde iſt ein Dichter ſo königlich belohnt worden als ich. Da ſieh und ſtaune?“
Er legte auf das Deckbett ein Doppelröllchen nieder, das, auf der einen Seite geöffnet, blankes, verführeriſches Gold hervorſchimmern ließ..
Frau von Meſſenbach traute ihre Augen nicht. Noch ſtierte ſie ungläubig die ſchwerwiegendé Doppelrolle an, als ihr Mann noch vier ganz gleich ähnliche Rollen hinzufügte.
„Jede Doppelrolle enthält, genau gezählt, Zweihundert Ducaten,“ erklärte Meſſenbach,„thut alſo im Ganzen Ein⸗
tauſend Stück! Tauſend Stück Ducaten! lauter vii
unbeſchnittene! Juchhei dideldumdei!“


