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Prinzessin und Dienerin : geschichtliche Erzählung aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts / von Gustav Nieritz
Entstehung
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Quäle mich nicht, Theodor, entgegnete Frau von WMeſſenbach,Du weißt ja zu gut, daß ich nichts, durchaus gar nichts mehr von werthvollen Dingen an mir habe. Sonſt würde ich gewiß, Schluchzen erſtickte hier die Stimme der armen Mutter,beſſer für meine kleine Eleonore ſorgen, als es geſchieht.

So muß ich in einen ſauern Apfel beißen. erwiederte Meſſenbach,und meinen Juden Aaron breit zu ſchlagen ſuchen, daß er mir einen paſſenden Anzug auf eine oder etliche Stunden verſchaffe. Er iſt immer noch der gutmüthigſte unter den Blutausſaugern und kommt, wirft man ihn zu einer Thüre hinaus, zur andern wieder herein.

Hätteſt Du ihn vorhin nicht ſo gröblich abweiſen laſ⸗ z. ſen! ſprach Frau von Meſſenbach.Man weiß niemals, wo und wie Einem auch der ärmſte und verachtetſte Menſch nützlich werden kann.

Pah! verſetzte Meſſenbach.3c war es nicht, ſondern Chriſtel, welche den Juden fortfenſterte. Ich ſtelle gegen ihn in Abrede, daß ich unſrer Dienerin die harten Worte in den Mund gelegt habe.

Wie? Du wollteſt Dich wirklich zu einer Lüge erniedri⸗ gen? fragte Frau von Meſſenbach vorwurfsvoll.

Hm! hier iſt's eine Nothlüge, erwiederte Meſſenbach, die obendrein den Belogenen noch erfreut.

Du vergiſſeſt, fuhr Fr rau von Meſſenbach fort,daß unſer unartiger Hans den armen Juden bitter gekränkt und ihm übel mitgeſpielt hat. kennt unſern Sohn und wird daher mit Recht keine Luſt bezeigen, Deinen nſ zu en

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