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Wie bei dem Jeſuskinde, ſo Königskind bei Dir, verſammeln ſich drei Könige an deiner Wiege, um Deine Lebenszeit zu ſegnen dort und hier und Dir verhelfen zu dem ew'gen Siege.
Drei Kronen, bei der Taufe, umſteh'n Dein theures Haupt! Welch' hohe Vorbedeutung! Vor Freude möcht' ich weinen— So werden ſich, vom grünen Myrthenkranz umlaubt,
Drei Kronen einſt auf Dir, als Braut, vereinen!
Nimm gnädig an, Prinzeſſin, meine kleine Gabe, entſproſſen meiner Feder, arm und ſchwach! Ich bracht' ja Alles Dir, was ich im Blut und Leben habe,
von Deinem unterthänigen von Meſſenbach.
„Was ſagſt Du zu meiner poetiſchen Ader?“ fragte der Dichter ſeine Gattin, nachdem er ſeine Vorleſung geendigt hatte.„Merkt man es den Reimen an, daß ſie dem Fuſel⸗ geiſte entſproſſen ſind, he? Ja, ja, Noth lehrt nicht allein beten, ſondern auch Reime machen, und daß die meinigen zu
den gelungenſten gehören, muß ſelbſt mein ärgſter Feind zu⸗ geben. Nun handelt ſich's nur noch darum, mein Gedicht perſönlich in die allerhöchſten Hände zu legen. Denn in der Regel bleibt von einer königlichen Gabe ein Theil in der⸗ jenigen Hand kleben, durch welche ſie gehen muß, um an den Empfänger zu gelangen. Beate, ſei einmal ganz offen und wahr: beſitzeſt Du wirklich kein Kleinod mehr aus alter, guter Zeit, für deſſen Erlös ich mir eine ſtandesmäßige Kleidung anſchaffen könnte, um darin bei Hofe zu erſcheinen? Ich verſpreche Dir auch den vierten Theil, ach ſogar die Hälfte von dem zu verhoffenden Gnadengeſchenke.“


