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ſtände, deren koſtbaren Stoffe und mühevoll ausgeführte Arbeit gemuſtert, belobt und beneidet hatten. Die Wiege war ein Meiſterſtück, das aus den ſeltenſten Holzarten, aus Gold, Silber und Perlenmutter zuſammengeſetzt geweſen. b Das Mutterherz blutete der armen Frau von Meſſen⸗ bach, wann ſie den Blick auf ihr Neugeborenes warf, das in einem erborgten Korbe, in und auf elenden Lumpen lag und nicht mehr wie zwei Windeln, aus einem alten Hemde He⸗ lenens geſchnitten, beſaß, von welche eine im Gebrauch, die andere zum Trocknen aufgehängt war. Zu kraftlos, um das Kind ſelbſt zu ſtillen, und zu arm, um ihm eine Amme zu halten, mußte Frau von Meſſenbach ihre kleine Eleonore mit oft bläulicher Kuhmilch und mit Semmel nähren, wobei jene unmöglich gedeihen konnte, vielmehr ein zeitiges Ableben S zu erwarten hatte. Nachdem von Meſſenbach geraume Zeit gedacht, geſchrie⸗ ben, ausgeſtrichen und dafür Anderes auf das Papier ge⸗ worfen hatte, ſprang er endlich freudig auf und näherte ſich mit dem nochmals neu und zierlich abgeſchriebenen Werke ſeiner Hände der noch immer bettlägerigen Wöchnerin, ſei⸗
ner Frau. 6 „Höre einmal, Beate! was ich eben ausgeſonnen und niedergeſchrieben habe,“ ſprach er ruhmredig.„Den ſehen 3
will ich, der es beſſer machen würde. Den Schnupfen müßten
ſie Alle bei Hofe haben, wenn meine Dichtung nicht die ge⸗
hoffte Wirkung hervorbringen ſollte. Zwar iſt der Kron⸗
prinz zähe und eben nicht ſehr bei Gelde. Dafür baue ich auf den Großvater der neugebornen Prinzeſſin, auf den König ſelbſt. Nun gieb Achtung!“


