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Morgenlande, welche man als Könige darſtellt und verehrt, nicht, in den Stall einzutreten und dem Jeſukinde ihre mit⸗ gebrachten, reichen Geſchenke darzubringen.“
Meſſenbach blickte ſeine Frau ſtarr und nachſinnend an. Nach einigen Secunden Schweigens rief er aus:„Beate! Du bringſt mich auf einen Gedanken! Geſchwind! Papier, Feder und Tinte her! Und Du, Hans, holſt mir auf der Stelle für dieſen Groſchen Doppelkümmel aus dem nächſten Branntweinladen herbei, durch deſſen Wirkung mein Geiſt einen höhern Aufſchwung nehmen wird. Freilich,“ fuhr er ſeufzend fort,„ehemals vertraten Ströme von Cham⸗ pagner den elenden Fuſel; doch der Weltweiſe findet ſich in alle Lagen des menſchlichen Lebens!“
Meſſenbach ſetzte ſich hierauf hin, ſann, das Haupt in“
dio Hand geſtützt, nach, ſchrieb eifrig, ſann wieder nach,
ſchrieb nochmals, ſprach dabei der Kümmelflaſche zu und maß zuweilen das Stübchen mit ſeinen Schritten. Hans, welcher bald das Verbot, keinen Lärm zu machen, übertrat, empfing von ſeinem, ſonſt ſo nachſichtigen Vater eine derbe Tracht Prügel, die ihn heulend aus dem Stübchen davontrieb.
Während der tiefen Stille, welche jetzt herrſchte, ſetzte die Wöchnerin unwillkürlich den angefangenen Vergleich ihrer Lage mit derjenigen der preußiſchen Kronprinzeſſin in ihren Gedanken fort.
In zwei Sälen des königlichen Schloſſes hatten die Wäſche, die Kleidungsſtücke, Bettchen und was ſonſt noch dazu gehört, für das erwartete königliche Kind ausgeſtellt gelegen und zahlreiche Frauen und Jungfrauen herbeigezo⸗
gen, welche neugierig und mit Kennerblicken die vielen Gegen⸗


