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Nach zwei Tagen kam Herr von Meſſenbach, welcher abermals ſein Netz vergeblich ausgeworfen hatte, ſehr ver⸗ drießlich heim und erzählte mürriſch ſeiner Gattin, daß die zum Beſuch am königlichen Hofe zu Berlin anweſenden Könige von Dänemark und Polen, nebſt dem Großvater der neugebornen Prinzeſſin, dem preußiſchen König, bei derſel⸗ ben Pathenſtelle vertreten würden.
„Das Merkwürdige dabei iſt,“ ſchloß der Edelmann ſeine Rede,„daß alle drei Pathen und Könige Friedrich heißen und ſich zu drei verſchiedenen Religionen bekennen. Der preußiſche König iſt nämlich reformirt, der däniſche lutheriſch und der polniſche katholiſch. Drei Könige zu Pathen! Ha! und wir hatten Noth, um zu unſrer neuge⸗ bornen Prinzeſſin drei arme, bürgerliche Schufte aufzufin⸗ den, die ſich erbitten ließen, das Kind aus der Taufe zu heben. Während der Kronprinz von Preußen tauſend kleine Prinzeſfinnen erhalten könnte, vermögen wir kaum ſo viel dünne Kuhmilch und Semmel herbeizuſchaffen, als zu Er⸗ nährung unſres kleinen Schreihalſes erforderlich iſt. Welch“ eine Wiege, in welcher unſere kleine Eleonore liegt! Nicht viel plumper konnte diejenige ſein, deren ſich unſre Aelter⸗ mutter Eva für ihre Kinder bediente. Und welch' ein präch⸗ tiges Wochenzimmer für Dich, die Frau eines Edelmannes von mehr als ſechzehn Ahnen!“
„Unſer Heiland ruhte gar in einer Krippe,“ antwortete Frau von Meſſenbach ſanft,„dennoch iſt er unſer aller Ret⸗ ter geworden. Und das Wochenzimmer der Mutter Maria gar ein Stall, in welchem allerlei Thiere den dunkeln Raum
theilten. Dennoch verſchmähten die drei Weiſen aus dem
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