auf jenen, in welchem er ſein leibhaftiges Ebenbild wieder⸗ zuſehen meinte.
„Aber, Vater!“ fuhr der Knabe fort,„mich ier ge⸗ waltig. Zu Mittage habe ich mich kaum halbſatt eſſen gedurft, und wenn man bis zum Abend im Freien ſich herumtummelt,
ſo geht's an den Magen. Haben Sie nichts für mich, Vater?“
Der Vater griff und unterſuchte ſeine Taſchen und fand endlich darin ein Kupferſtück, das er ſeinem Sohne einhän⸗ digte.„Da,“ ſprach er dabei,„kaufe Dir dafür Brot oder was Du willſt.“
Der Sohn entfernte ſich jetzt eben ſo raſch, als er ge⸗
kommen war. Sein Vater trat an das eine Stubenfenſter
und blickte ſeinem davon ſpringenden Sohne nach. Darüber
verhörte er, daß das Mädchen neben der Wiege wiederholt und bittend, aber leiſe rief:„Vater! Vater!“
Endlich ſtand ſie von ihrem Sitze, einem niedrigen Holz⸗ blocke, auf und näherte ſich ihrem Vater. Denſelben furcht⸗ ſam beim Schlafrocke zupfend, widderholte ſie gedämpft: „Vater! Vater!“
Endlich vernahm derſelbe den Ruf, drehte ſich um und fragte mit gerunzelter Stirne:„Was willſt Du, Helene?“
X„Mich hungert auch, Vater!“ verſetzte das Kind,„eben ſo wie den Hans.“*
„Muß denn nur immer gegeſſen ſein?“ antwortete der Edelmann ärgerlich.„Bei euch möchte der Mund niemals ſtille ſtehen. Siehſt Du mich denn außer der Eſſenszeit
kauenk he? Ich habe kein Geld mehr. Und geſetzt auch: ich hätte deſſen noch, ſo könnteſt Du doch nicht jetzt zum


