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In dem Nachbarſtaate feierte man wegen des Kron⸗ prinzen glücklicher Wiedererlangung allgemeine Lob⸗, Dank⸗ und Freudenfeſte. Unter dem Feſtgeläute ſämmtlicher Glocken wallten die frohen Schaaren in die Kirchen, um Gott zu preiſen, der durch die Hand eines ſchwachen Kin⸗ des den Thronerben aus der Gewalt ſeiner Feinde geret⸗ tet und dadurch die tiefgebeugten Aeltern mit unermeßli⸗ cher Freude erquickt hatte.
Nachdem Jonas als vermeinter Prinz in die Hände ſeiner Verfolger gefallen war, hatte der wirkliche Prinz unangefochten die Gränze ſeines Reichs erreichen können, wo er ſich dem erſten, ihm zu Geſichte kommenden Grenz⸗ beamten entdeckt hatte und von demſelben ſofort zu ſei⸗ nen königlichen Aeltern befördert worden war.
Inmitten der zahllos herzu ſich drängenden Abge⸗ ſandten aus allen Theilen des Landes, welche den Kron⸗ prinzen und deſſen hocherfreute Aeltern zu beglückwünſchen, in dem königlichen Schloſſe erſchienen waren, inmitten der glanzvollen, mit Orden beſäeten Geſtalten, der rei⸗ chen Pracht eines königlichen Hofes und einer vornehmen
Hoflingsſchaar, ſtand Primſel, jetzt wieder Prinz Emil, und zwar Arm in Arm mit ſeinem Befreier, dem vor⸗ maligen Fiſcherbuben Jonas, jetzt aber Graf von Schorn⸗ burg. Mit ſtiller Luſt und Befriedigung blickten der Kö⸗ nig und die Königin, und Robert, Graf von Schornburg, auf das verbrüderte Paar hin, das ihrer Herzen Freude und Hoffnung war. „Ich habe—“ ſprach der ehemalige Fiſcher Nau⸗


