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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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mann zu den königlichen Aeltern,mein Kind Jonas ge⸗

nannt, weil mich der Herr, mein Gott, eben ſo wunder⸗ bar aus des See's Tiefe errettet hat, wie einſt den Pro⸗ pheten Jonas. Möge mein Jonas ſtets dem Herrn und ſeinen Geboten gehorſam ſein, ohne erſt, wie der Pro⸗ phet Jonas, durch des Höchſten Macht dazu ſich zwingen zu laſſen. Wir aber fuhr der Graf zu ſeinem Sohne fort,wollen recht oft die einſame Fiſcherhütte am Schorn⸗ ſee beſuchen um uns dort unſerer vormaligen Armuth und Niedrigkeit zu erinnern, in welcher wir dennoch recht glückliche Tage verlebten.

Was iſt denn aus Mutz und den übrigen Bewoh⸗ nern der Schornburg geworden? fragte der Prinz neu⸗ gierig.

Mutz und ſeine Frau haben ſich wieder in der Schornburg eingefunden antwortete Graf Robert, und dort mag der Burgverwalter noch fernerhin Bilder contrefeien und Schattenriſſe fertigen. Auch Anke iſt zu⸗ rückgekehrt und verbleibt in meinen Dienſten. Der Knecht Krampus dagegen, ſeiner bewieſenen Falſchheit eingedenk, hat ſich nicht wieder gemeldet und mag daher bleiben, wo er Luſt hat. Babet habe ich, mit Einwilligung ihrer Großältern, in eine Erziehungsanſtalt verſetzt, wo ſie zu Ablegung ihrer Unarten und Untugenden angehalten wird.

Gott der Herr hatte uns eine ſchwere Prüfung auf⸗ erlegt, ſprach der Monarch zu dem Grafen,hoffen wir von ſeiner Vatergüte, daß eine ähnliche nie wiederkehren