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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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nahm er vom ſeinem Retter, daß Sie bereits die Erb⸗ ſchaft des vermeinten Ertrunkenen in Beſitz genommen hatten, und da er neue Gefahren beſorgte, auch ſeines bisherigen Lebens überdrüſſig war: ſo unterließ er es, ſeine Anſprüche und ſeine Perſon vor Gericht geltend zu machen. Er fand vielmehr ſo großes Behagen an der einfachen, naturgemäßen Lebensweiſe des Fiſchers, daß er bei demſelben für immer zu bleiben beſchloß und ſich da⸗ her für deſſen Neffen ausgeben ließ. Zu dieſem Entſchluſſe vermochte ihn hauptſächlich die täglich wachſende Zunei⸗ gung zu des Fiſchers einziger Tochter, die eben ſo ſchön als gut geweſen ſein ſoll. Sie wurde des Grafen glück⸗ liche Gattin, ſtarb aber nebſt ihrem Vater an einer bös⸗ artigen Ruhr, nachdem ſie einen Knaben geboren hatte. Dieſes Kind iſt des Grafen Roberts höchſtes Erdengut, das er für kein Königreich hingeben mag und ihn für die verlorene Grafſchaft reichlich entſchädigt.

Wo befindet ſich jetzt Graf Robert? fragte der Graf mit finſterem Blicke.Wie heißt er gegenwärtig? Auf welche Weiſe biſt du hinter ſein Geheimniß ge⸗ kommen?

Gewiß werden Sie längſt aus meiner Erzählung er⸗ rathen haben, antwortete Roloff,daß der Fiſcher Nau⸗ mann und Graf Robert eine und dieſelbe Perſon ſind. Sie erkannten ihn nicht wieder, weil Sie entfernt von Ihrem Erblaſſet gewohnt und ihn nur einigemal flüchtig geſehen hatten. Mich, der ich einige Monate ſein Haus⸗ genoſſe war, führten das ſeit 10 Jahren veränderte Aus⸗

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