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„Wenn er gerettet worden wäre!“ rief der Rendant feurig.„Wenn er noch lebte und Ihnen verzieh: wür⸗ den Sie dann auf mein Flehen eingehen und Ihren Ent⸗ ſchluß ändern?“
„Wahnwitziger Thor!“ ſprach der Graf verächtlich, „wie kann Robert noch am Leben ſein, der ſeit zehn Jahren ſchon eine Beute der Fiſche geworden iſt?“
„Er lebt! Er lebt wirklich, Herr Graf!“ rief Roloff lebhaft aus.„Vernehmen Sie die wunderbare Geſchichte und erkennen Sie in derſelben die waltende Hand der gött⸗ lichen Vorſehung. Als der Graf Robert in jener Nacht durch meine Schuld in die Tiefe des See's hinabſtürzte, ſo ſtieß ihn der Gegendruck des Waſſers wieder bis zur Oberfläche herauf. Da der Graf ſchwimmen konnte, ſo erhielt er ſich einige Zeit über der Tiefe, bis ein alter Schiffer, der nebſt ſeiner Tochter von einer Hochzeitsfeier gerade um dieſelbe Zeit heimwärts über den See fuhr, den erſt für einen großen Fiſch gehaltenen Menſchen in ſeinen Kahn aufnahm. Ein hitziges Fieber aber war die Folge jenes Schrecks und der Erkältung, welches den Grafen mehrere Wochen bewußtlos auf das Krankenlager nieder⸗ ſtreckte. Vorher jedoch hatte er ſeinem Retter die Ver⸗ muthung mitgetheilt, wie er feſt glaube, daß ſein Sturz abſichtlich herbeigeführt worden ſei. Dieſe Mittheilung bewog den alten Fiſcher, ein tiefes Stillſchweigen über die bewirkte Rettung des Grafen zu beobachten, was um ſo leichter möglich war, da die Fiſcherhütte unbeſucht und einſam am Seeufer lag. Als Graf Robert genaß, ver⸗


