144
Fiſcherknabe bleibt hier und ſein Vater auch. Wollt Ihr mir jedes Unterpfand entreißen? Roloff! Euer Kopf für den Fiſcher und ſeinen Buben! Verwahrt beide unter die feſteſten Schlöſſer und Riegel der Burg.“
„Laßt mir mein Kind“— ſprach der Fiſcher erge⸗ ben—„und ich folge Euch, wohin Ihr wollt.“
dit Ausnahme des Burgverwalters, deſſen Frau, der Magd und Roloffs, ſo wie der beiden Gefangenen, ver⸗ ließen Alle die Burg, um ihre Nachforſchungen wegen Primſels Ergreifung von Neuem zu beginnen.
Es vergingen mehrere Tage, in welchen der Graf mit einer ſtets wachſenden Fieberhitze der Rückkehr ſeiner ausgeſandten Leute entgegen harrte. Allein keiner von ihnen Allen ließ ſich blicken. Niemand nahete ſich dem Cilande und wie ausgeſtorben lag die Burg ſtill und einſam da. Endlich bewog die peinigendſte Ungeduld den Grafen, die Magd Anke auf Kundſchaft nach den nächſt gelegenen Ortſchaften auszuſenden. So ſehnſuchtsvoll mochte einſt Vater Noah auf die Rückkehr der Taube gewartet haben, welche er aus der Arche auf die ſünd⸗
gebens war des Grafen Harren. Auch Anke kehrte nicht,
Tages zurück. Dagegen hing am andern Morgen an dem Eiſengitter des Landungsplatzes ein Papier befeſtigt,
beſchrieben fand:
„Nein! durchaus nein!“ rief der Graf—„Der
fluthgetränkte Erde hatte ausfliegen laſſen! Aber ver⸗
wie ſie doch hatte verſprechen müſſen, am Abende deſſelben
welches Mutz herüberholte und mit folgender Hiobspoſt


