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warf ſie voller Wuth zu Boden. Dann rannte er aus dem Zimmer.
„Das iſt entſetzlich!“ ſprach Mutz tief verletzt. „Die hübſchen Schattenriſſe! Da habe ich mir doch um⸗ ſonſt Mühe gegeben. Wenn er nur wenigſtens Primſels Schattenriß verſchont hätte! Da dieſer entwiſcht iſt, ſo kann ich ihn nicht noch einmal abkonterfeien.“ Unter dieſen Klagen hob Mutz die Papierkugel von den Dielen auf und begann dieſelbe zu entwirren.
„Nun darf ich wohl mit meinem Kinde nach meiner Hütte zurückkehren?“ fragte der Fiſcher den Rendanten.
Dieſer ſtarrte ganz verſtört den Frager an, welcher bisher in gebückter Stellung ſein Antlitz an demjenigen ſeines Kindes verſteckt gehalten hatte. Bei dieſer Gelegen⸗ heit aber war des Rendanten Blick zufällig auf des Fiſchers entblößten Nacken geſallen, wo ein kleines Mut⸗ termahl von Geſtalt und Farbe einer Erdbeere, den Ren⸗ danten hatte erbleichen machen.
„Ich weiß nicht“— ſtammelte Roloff, deſſen Augen fortwährend anf dem Fiſcher mit ſichtlicher Angſt hafteten. Da riß plötzlich der Graf die Zimmerthür wie⸗ der auf.
„Hunderttauſend Thaler!“ ſchrie er herein—„wer
Primſel in die Burg zurückbringt. Fort! fort! und ver⸗
liert keinen Augenblick!“
„Da kann wohl auch Naumann mit ſeinem Buben gehen und den entwiſchten Prinzen aufſuchen?“ fragte Roloff den Grafen mit ſcheinbarer Gleichgültigkeit.


