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Der Graf antwortete nicht, aber er zitterte vor Wuth und ballte die Fäuſte in ſeinen Taſchen.
„Ich erinnere mich“— rief jetzt der Burgverwalter ganz vergnügt aus—„daß ich ein ganz untrügliches Mittel beſitze, um auch den letzten Zweifel über Primſel und Jonas zu beſeitigen. Ich habe die Schattenriſſe der beiden Kinder, die ich treu nach der Natur abgezeichnet und mit dem Namen eines Jeden verſehen habe. Ich ſpringe, ſie herbei zu holen.“
Bald erſchien Mutz mit den beiden Zeichnungen in der Hand.„Sehen Sie, gnädiger Herr Graf!“ hob er an— hier unten ſteht Primſel und da Jonas geſchrie⸗ ben. Nun wollen wir den Knaben mit ſeinem Schatten⸗ riſſe vergleichen und Sie werden ſehen, daß Zug für Zug eintrifft. Allerdings ſehen ſich die Knaben zum Ver⸗ wechſeln ähnlich und der Zufall mit dem S auf der linken Achſel beider Kinder macht das Unterſcheiden noch ſchwieriger. Aber der Schattenriß muß jeden Zweifel beſeitigen. Tritt einmal hierher an die Wand, Jonas, und halte deinen Kopf ſtill und ſo, wie ich ihn jetzt richten werde. Sehen Sie, gnädiger Herr Graf! Obſchon es nicht genug finſter iſt, um den Schatten recht ſcharf erſcheinen zu laſſen: ſo trifft er doch genau mit dieſem Schattenriſſe zuſammen. Sehen Sie! Sehen Sie!“ „Der Schurke freut ſich wahrhaftig noch über mein Uunglück!“ erwiederte jetzt der Graf mit Zähneknirſchen. Zugleich riß er ungeſtum dem Burgverwalter die beiden Schattenriſſe aus den Händen, ballte ſie zuſammen und


