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benjagd ermunterte und ſie anwies, ſich in dem Walde nach mehreren Rechtungen hin zu vertheilen und dabei einander wiederholt anzurufen, damit ſie nicht zu weit auseinander kämen und das Verfolgungsnetz um ſ dichter hinter den Flüchtlingen ſei.
Ionas hatte ſich nicht verrechnet. Es fiel niemandem ein, daß die Kinder ſchon hinter dem erſten, und noch dazu vereinzelt ſtehenden Strauche ſtecken könnten. Sie Alle waren überzeugt, daß Primſel und Jonas dem dich⸗ teſten Theile des Waldes zugeeilt ſeien, und lenkten dahin auch ihre Schritte. Nicht weit von ſich hörten die Kin⸗ der raſch vorübereilende Tritte und des Knechts Stimme ſprechen:„Höre, Anke! wenn eins von uns beiden den Fang thut und die zwanzig Tauſend erhält, ſo theilen wir zuſammen oder heirathen einander. Dann bleibt das viele Geld beiſammen und wir ſind gemachte Leute. Juch heiſa! das ſoll ein Leben werden!“
„Einen ſolchen tauben Eſel wie dich möchte ich gar nicht zum Manne“— verſetzte Anke.
„O ich höre wohl eben ſo gut und noch beſſer wie ihr Alle“— erwiederte Krampus.„Ich ſtellte mich nur taub, um ſo Manches zu hören, was ich ſonſt nicht er⸗ fahren haben würde. Wenn der pfiffig ſein wollende Rendant wüßte, was ich weiß! Na, Anke! bei dieſer Birke da brichſt du in den Wald und ich ein Stück weiter hin.“
Nach dieſen immer mehr verhallenden Worten ward Nieritz. Der Prinzenraub. 9


