128
zu wecken geſucht. Unter anderm hatte er in der letzten Zeit ihres Zuſammenlebens dem Knaben von der Klug⸗ heit der Wilden erzählt, durch welche ſie theils den Nach⸗ ſtellungen ihrer Feinde zu entgehen, theils deren Spuren aufzufinden wiſſen. Jetzt, da Jonas ein Flüchtling war, fiel ihm die Erinnerung an jene liſtigen Mittel bei, welche die Indianer anwenden, um ihre ſie verfolgenden Feinde zu täuſchen. .„Primſel“— ſprach er nach der Landung zu ſeinem Gefährten—„laß uns hinter den erſten, dichten Strauch verſtecken, damit die Feinde uns voraus kommen und wir
ihnen dann ohne Gefahr nachgehen können. So machen es die amerikaniſchen Wilden und entwiſchen dadurch glücklich. Denn— ſprechen ſie— kein Verfolger geht denſelben Weg zurück, und darum ſind wir hinter unſern Verfolgern am ſicherſten vor dem Ergreifen. Nur müſſen wir uns hüten, Spuren von unſern Fußtapfen zurück⸗ zulaſſen. Dann ſollſt du einmal ſehen, wie ſie toll und blind bei uns vorüber jagen werden.“ Jonas that, wie er vorgeſchlagen hatte, und beide Knaben kauerten hinter einem einzeln ſtehenden, aber dichten Wachholderſtrauch nieder, wo ſie mit klopfendem Herzen ihren Verfolgern entgegen ſahen. Sie durften nicht lange warten. Zuerſt erſchien Mutz, den die ver⸗ heißenen 20,000 Thaler zu einem Windhunde umgewan⸗ delt hatten. Ohne ſich umzuſehen, rannte er in den Wald hinein. Darauf zeigte ſich der Graf, welcher in der hochſten Aufregung ſeine Begleiter zur eifrigſten Kna⸗
K


