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trat; Primſel hielt dagegen ſeinen Blick angſtvoll auf das Eiland geheftet, das immer weiter zurücktrat.
„Dort!“ rief endlich Primſel erſchrocken aus und bedeckte mit beiden Händen ſein Antlitz.
Jonas blickte nach dem Eilande, hinter welchem jetzt ein Kahn raſch zum Vorſchein kam und die Richtung nach den Flüchtlingen einſchlug. Bald zeigte ſich noch ein zweiter, kleinerer Nachen, welcher den erſten an Schnelligkeit übertraf und ihm den Vorrang abzugewinnen ſchien. In dem größeren Fahrzeuge befanden ſich der Graf nebſt ſeinen drei Begleitern, ſo wie Krampus und die Magd, welche aus Leibeskräften ruderten und hierin von zweien der Männer unterſtützt wurden. In dem kleineren Kahne ſaß Mutz, der Burgverwalter, welcher mit ungeheurer Schnelligkeit zwei Ruder zugleich ins Waſſer ſenkte und wieder empor hob.
„Tauſend Thaler dem, der die beiden Buben ein⸗ holt!“ rief der Graf voll Wuth aus und mit dem Fuße ſtampfend.„Fünf— nein zehn Tauſend!“ ſchrie er ſpäter, als ſeine wild rollenden Augen den Kahn der Flüchtlinge immer näher dem Ufer kommen ſahen. Immer höher ſtieg ſeine Aufregung, die ihn bald in ſchreckliche Flüche, bald in neue und größere Verſprechungen aus⸗ brechen ließ.
Eine Wettfahrt fand jetzt Statt, in welcher die Todesangſt mit der Gewinnſucht, die zarte Jugend mit dem gereiften, kräftigen Alter, das Kind mit dem ſtarken Manne um den Wettpreis rang oder vielmehr ruderte.


