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rettet worden. Gieb Acht, Primſel, ich will dir jetzt zei⸗ gen, wie man eine Schifferſchlinge knüpft.“
Jonas zog ſein Taſchentuch hervor und geſtaltete es zu einer Art von Tau um, aus welchem er dann die Schlinge herſtellte. Aber er mußte ſeine Unterweiſung viermal wiederholen, ehe ſie Primſel begriff.
„Nun aber muß ich ſchnell machen,“ ſprach Jonas. „Ein Glück, daß Herr Mutz und ſeine Frau und Babet ihr Augenmerk allein auf die Einfahrt gerichtet haben. Sie könnten uns ſehen, wenn ſie aus ihrem Fenſter mehr links ſchaueten.
Jonas ſchlüpfte wie ein geſchmeidiger Aal durch den Garten, durch die Burg und in deren Hof, wo er in dem Waſchhauſe, das nie verſchloſſen wurde, verſchwand. Mit zitternden, jedoch eiligen Händen hob er die Holzbohlen von der Schleuſenöffnung auf und begann ſeinen Körper durch den allerdings ſehr beengten Kanal vorwärts zu ſchieben. Das Unternehmen war mißlich und abſchreckend genug; denn Schmutz, übler Geruch, Finſterniß und Man⸗ gel an Raum empfingen und begleiteten den Knaben, wel⸗ cher mit pochendem Herzen, aber muthvoll, vorwärts kroch.
„Wenn jetzt Frau Mutz oder Anke eine tüchtige Menge Waſſer in die Goſſe ausleerten!“ ſprach er zu ſich ſelbſt.„Dann müßte ich jämmerlich ertrinken!“ Dieſer nicht eben tröſtliche Gedanke beſchleunigte des Knaben Bewegungen, dem jetzt in einiger Entfernung das freund⸗
liche Licht des rettenden Ausgangs entgegenſchimmerte⸗


