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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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der Graf in der Mitte dieſer Männer ſtand und von de⸗ ren Leibern gedeckt, ſeine Worte an den wahrgenommenen Roloff richtete, der ſein geſtriges„Zurück!“ auch heute wieder den Ankömmlingen entgegenſchrie.

„Ich erkenne rühmend Eure Vorſicht an, lieber Ro⸗ loff!“ entgegnete der Graf mit freundlicher Stimme. „Allein, da ich jetzt ſelbſt Euch die Verſicherung ertheile, daß dieſe Männer in meinem Auftrage erſcheinen, um die Burg in einen wohnlicheren Stand zu verſetzen, ſo wer⸗ det Ihr hoffentlich uns den Eintritt länger nicht ver⸗ weigern.“

„Ich verweigere ihn dennoch,“ verſetzte Roloff höh⸗ niſch,„und zwar, weil ich mich nicht wie eine dumme Maus in der Falle fangen laſſen will, nachdem die Jagd auf mich im Freien nicht ganz gelungen iſt.“*

„Ich verſtehe gar nicht den Sinn Eurer Rede, lieber Roloff,“ antwortete der Graf.„Ihr habt mich benach⸗ richtigt, daß man einen lebensgefährlichen Anfall auf Euch unternommen hat, der nicht geglückt und für den Unternehmer verderblich ausgefallen iſt. Ich habe Euch aufrichtig und tief bedauert und keine Koſten zu ſcheuen gebo⸗ ten, um Euch von Eurer Verwundung wieder herzuſtellen. Aber mich bedünkt es, als wenn jener Unfall Euch über die Gebühr und ſelbſt gegen diejenigen mißtrauiſch gemacht hätte, welche Euch ſtets die vollgültigſten Beweiſe ihres völligen Wohlwollens gegeben haben.“

„Herr Graf!“ ſprach Roloff giftig,„wozu eine Larve vor das Geſicht nehmen, durch welche ſich keiner von uns